TSG Reutlingen

Knapp daneben ist nicht immer vorbei - Ein Bericht über die Höhen und Tiefen unserer U20 auf dem Weg zum Bezirksmeistertitel.

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Am vergangenen Samstag, den 28.01.2017, ging es für unsere U20 nach Oberjettingen. Nachdem die Mädels durch eine knappe Niederlage am letzten Spieltag der Spielrunde die Tabellenführung noch an den VC Nagold abgeben mussten, waren sie um so motivierter sich nun bei den Bezirksmeisterschaften ihr Krönchen abzuholen.

Dass dies am Ende gelingen sollte, war jedoch nicht von Anfang an zu erwarten, da mit Anna Klara Vohrer, Maren Tugend und Luise Kantereit drei starke Spielerinnen krankheits- und verletzungsbedingt nicht mitkommen konnten. Zwar konnte Trainerin Dorothee Hunstein den Kader durch das Reutlinger Urgestein Maia Köhler und die beiden U18-Spielerinnen Anabel Schenk und Amelie Schulz auffüllen, jedoch hatte die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie zuvor trainiert oder gar gespielt.

Mit den entsprechenden Abstimmungsproblemen starteten die Mädels dann auch in das erste Spiel gegen Warmbronn. Daher nahm Trainerin Dorothee Hunstein schon früh einen ersten Wechsel vor und brachte mit Katharina Lisken eine neue Außenannahmespielerin aufs Feld. Da man letztlich technisch und spieltaktisch klar die bessere Mannschaft war, ging das Spiel trotz vieler Eigenfehler klar mit 2:0 an unsere Mädels. Im nächsten Spiel wurde der Gegner dann aber deutlich stärker - Es ging ans Netz gegen die Gastgeber aus Oberjettingen. Vor Allem über die Mittelblocker wurde hier das Spiel gemacht. Zudem hatten die Gastgeberinnen zwei sehr starke Aufschlägerinnen in ihrer Startaufstellung. Durch erhebliche Annahmeprobleme wurde es den Zuspielern sehr schwer gemacht, die Bäller gut auf ihre Angreifer zu verteilen. In dieser Phase des Spiels vermisste die Mannschaft ihren Captain und Chef-Zuspielerin Maren Tugend umso mehr. Zwar fand sich Anabel Schenk schnell in ihrer neuen Rolle als Chefkoordinator zurecht, jedoch fehlte der Mannschaft eine zweite Zuspielerin, so dass Trainerin Dorothee Hunstein eine ihrer Außenannahmespieler ins Zuspiel stellen musste. Nachdem der erste Satz relativ deutlich an Oberjettingen abgegeben werden musste, konnten sich die Mädels im zweiten Satz deutlich steigern und zeigten, dass sie sich langsam aufeinander eingespielt hatten. Vor Allem starke Blockaktionen von Maia Köhler und eine gute Abwehrarbeit führten dazu, dass man über weite Strecken des Spiels in Führung lag. Letztlich musste man aber auch den zweiten Satz mit 23:25 an die Gastgeber abgeben.

Nach dieser ersten Niederlage waren die Mädels erstmal sehr enttäuscht, da sie ihr Krönchen schon nach Oberjettingen wandern sahen. Jedoch stand im Anschluss noch ein Überkreuz-Spiel gegen den Vfl Herrenberg an, der erster in der anderen Spielgruppe geworden war. Trainerin Dorothee Hunstein trommelte ihre Schäfchen zusammen und machte allen klar, dass noch nichts verloren war, sondern mit einem Gewinn gegen Herrenberg der Einzug ins Finale einhergehen würde. Umso motivierter waren die acht Reutlingerinnen hier nochmal alles abzurufen. Zudem hatte sich die Trainerin entschieden einige Umstellungen vorzunehmen. Samira Rhattas, die im Spiel zuvor zugespielt hatte, kam auf ihre eigentliche Position auf Außen, während sie im Zuspiel durch Amelie Schulz ersetzt wurde. Annika Schmand kam für Inga Raestrüp auf die Mitte. Wiedergefundene Motivation und die geänderte Aufstellung zeigten Wirkung. Von Anfang an konnten die Reutlingerinnen gut mit Herrenberg mithalten . Das Kopf-an-Kopf-Rennen im ersten Satz verlor man aber letztlich knapp. Im Zweiten Satz dann lief alles zusammen - eine präzise Annahme, Druck im Angriff und eine wahrliche Abwehrschlacht führten hier zum Satzgewinn. So ging es dann in den Tie-Break. Auch hier kämpften die Mädels um jeden Ball. Die beiden Zuspielerinnen Anabel Schenk und Amelie Schulz holten auf der Linie alle Bälle des Gegeners raus und die beiden Mittelblockerinnen Maia Köhler und Annika Schmand setzen mit ihren Block- und Angriffaktionen große Akzente. Verdient ging damit der dritte Satz und somit der Finaleinzug an Reutlingen.

Voller Euphorie starteten die Mädels dann in unveränderter Aufstellung im Finale gegen den VC Nagold, den man ja schon aus der Liga kannte. Es versprach auch hier wieder ein spannendes Spiel zu werden. Man startete gegen eine starke Aufschlägerin aus Nagold jedoch zunächst mit einem 0:6 Rückstand. Aus taktischen Gründen wechselte Trainerin Dorothee Hunstein daher nochmals auf der Mitte. Für Annika Schmand kam Inga Raestrüp zurück aufs Feld. Dieser wechselt lohnte sich sofort - die Annahme kam vor ans Netz und ein Angriff von Samira Rhattas brachte den ersten Punktgewinn. Im Anschluss brachte Samira uns dann noch weitere Punkte, da Nagold ihre Aufschläge einfach nicht in den Griff bekam. So holte man schnell zum Spielstand 7:6 auf. Im Anschluss lief einfach alles perfekt. Die Annahme war stets präzise, so dass auch in diesem Spiel die beiden Mittelblockerinnen Maia und Inga einen Punkt nach dem anderen machten. Besondere Erwähnung muss hier noch Laura Andacic finden, die wirklich jede Annahme perfekt zum Zuspiel brachte. Auch in der Abwehr ließen die Mädels keinen Ball ins Feld fallen, so dass am Ende beide Sätze an Reutlingen gingen.

Wir freuen uns sehr, dass die Mädels sich diesen Titel holen konnten. Sie haben ihn mehr als verdient. Ohne unsere Jugend könnten wir alle unsere Events und auch unseren Trainingsbetrieb nicht stämmen. Und auch spielerisch haben sich alle unsere Jugendspieler über die Saision 2016/2017 super entwickelt.

Somit bleibt nur eins zu sagen:
Mädels, ihr seid die Besten!

 

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